Zuckerersatz und Süßstoffe
- Martin H. Lorenz

- 7. Juli
- 2 Min. Lesezeit

Zuckeraustausch- und Süßstoffe
Künstliche Zuckerersatzstoffe (Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe) bieten kalorienarme Alternativen, stehen jedoch aufgrund neuerer Studien stark in der Kritik. Künstliche Varianten wie Sucralose oder Aspartam können das Gehirn austricksen und Heißhunger auslösen, während Zuckeralkohole wie Erythrit und Xylit mit Herz-Kreislauf-Risiken assoziiert werden.
Die Auswirkungen von Zuckerersatzstoffen auf den Körper werden in der modernen Forschung intensiv diskutiert und wie folgt bewertet:
Künstliche Süßstoffe (z.B. Aspartam, Sucralose, Saccharin)
Wirkung: Sie sind extrem süß und nahezu kalorienfrei.
Risiken: Sie stehen unter dem Verdacht, das Hungergefühl im Gehirn zu triggern, den Appetit anzuregen und die Darmflora negativ zu verändern.
Empfehlung: Die Weltgesundheitsorganisation rät generell davon ab, kalorienfreie Süßstoffe zur dauerhaften Gewichtskontrolle oder zur Reduzierung des freien Zuckerkonsums einzusetzen.
In der EU aktuell sind 13 Süßstoffe als Zusatzstoff zugelassen (Stand Juli 2026):
Acesulfam K (E 950)
Aspartam (E 951)
Cyclamat (E 952)
Saccharin (E 954)
Sucralose (E955)
Thaumatin (E957)
Neohesperidin DC (E 959)
Steviolglycoside aus Stevia (E960a)
Glycosylierte Stevioglycoside (E960d)
enzymatisch hergestellte Steviolglycoside (E960c)
Neotam (E961)
Aspartam-Acesulfam-Salz (E 962)
Advantam (E 969)
Zuckeralkohole (z.B. Erythrit, Xylit)
Wirkung: Sie haben eine ähnliche Süßkraft wie Zucker, aber weniger Kalorien. Da sie den Blutzuckerspiegel nicht beeinflussen, sind sie besonders für Diabetiker beliebt. Zudem gelten sie als zahnschonend.
Risiken: Einige Studien warnen vor einem potenziell erhöhten Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle. Zudem können große Mengen abführend wirken.
Empfehlung: Aktuelle medizinische Ratschläge deuten darauf hin, Erythrit und Xylit (Birkenzucker) nur noch sehr maßvoll zu verwenden.
In der Europäischen Union zugelassene Zuckeraustauschstoffe sind folgende Zuckeralkohole:
E 420 Sorbitol
E 421 Mannitol
E 953 Isomalt
E 965 Maltitol
E 966 Lactitol
E 967 Xylitol
E 968 Erythritol
Zuckeraustauschstoffe werden hauptsächlich in der Diabetikerernährung verwendet. Auch findet man sie in Kaugummis, Zahnpasta etc., da sie in der Regel nicht kariogen (kariesfördernd) wirken. Häufig werden dafür verschiedene Zuckeraustauschstoffe und Süßstoffe miteinander vermischt.
Natürliche Alternativen
Stevia: Ein pflanzliches Süßungsmittel, das den Blutzuckerspiegel nicht beeinflusst, jedoch oft einen bitteren Beigeschmack aufweist.
Fruchtbasierte Süße: Natürliche Varianten wie Dattelsüße, Ahornsirup oder Honig liefern zwar Kalorien, sind aber weniger stark verarbeitet und enthalten zusätzliche Nährstoffe.
Künstliche Intelligenz (KI) revolutioniert aktuell die Entdeckung und biologische Optimierung neuer Zuckerersatzstoffe fundamental. Während die Lebensmittelindustrie jahrzehntelang mühsam nach Süßungsmitteln ohne bitteren Nachgeschmack forschen musste, beschleunigen Deep-Learning-Modelle diesen Prozess massiv.
HINWEIS: Umfassende und offizielle Informationen zur gesundheitlichen Bewertung von Süßungsmitteln in Lebensmitteln bietet das Bundesinstitut für Risikobewertung.



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