Mädesüß
- Martin H. Lorenz

- 12. Sept. 2025
- 1 Min. Lesezeit

Mädesüß, botanisch Filipendula ulmaria, in der Schweiz auch Moor-Geissbart, ist eine mehrjährige Pflanze, die zur Familie der Rosengewächse gehört. Sie ist bekannt für ihre duftenden, cremeweißen Blütenstände und wird oft in naturnahen Gärten angepflanzt. Mädesüß bevorzugt feuchte bis nasse Standorte und ist eine wichtige Bienenweide. In der Natur findet man sie oft an Bachufern, in Feuchtwiesen und an Gräben.
Es ist nicht nur eine beliebte Zierpflanze, sondern auch eine Heilpflanze. Die getrockneten Blüten können zur Aromatisierung von Getränken und Speisen verwendet werden. In der Naturheilkunde wird Mädesüß traditionell bei Erkältungen und rheumatischen Beschwerden eingesetzt.
Der Name "Mädesüß" leitet sich vom mittelhochdeutschen "mēdeswîz" ab, was "met-süß" bedeutet, da die Pflanze früher zur Aromatisierung von Met (Honigwein) verwendet wurde.
Die Wurzeln lassen sich braten, dünsten oder kochen. Auf der Zunge hinterlassen sie einen leicht süßen, „würzigen“ Geschmack. Die Blätter bereichern die noch zarten Blätter den Wildkrautsalat, ergeben einen leicht würzigen Spinat oder bringen als Gewürz das gewisse Etwas in die Suppe, den grünen Smoothie oder in ein Fischmenü. Im Sommer werden sie jedoch zäh und damit eher ungenießbar. Die Blüten mit ihrem starken Duft eignen sie sich perfekt zum Aromatisieren und Herstellen von Getränken und zum Verfeinern von Süßem wie Desserts oder Konfitüren.
Das Kraut enthält eine Vielzahl von Inhaltsstoffen, die für seine medizinischen Eigenschaften verantwortlich sind. Dazu gehören Salicylsäure und deren Derivate, Flavonoide, Gerbstoffe, ätherische Öle und Zitronensäure. Besonders hervorzuheben ist die schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung, die auf die Salicylsäure und deren Vorstufen zurückzuführen ist.



Kommentare