Tepin (Chiltepin)
- Martin H. Lorenz

- 3. März
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Tepin (Capsicum annuum var. glabriusculum), auch Chiltepin oder Chiltecpin, ist eine wildwachsende Chili, die man z. B. in der Sonora-Wüste findet. Sie gilt als „Urform“ der heute bekannten Chili, auch wenn nur ein Teil der kultivierten Capsicum zur Art Capsicum annuum zugeordnet werden. Die Verwendung als Gewürz-, Heil- und Wundermittel reicht 9000 Jahre zurück. In vielen Indianerstämmen gilt die Tepin als heilig. Neben der Sonora-Wüste im Südwesten der USA und im angrenzenden Mexiko ist der US-Bundesstaat Texas ein wichtiges Vorkommensgebiet. [Quelle: Wikipedia]
Neben der Schärfe werden die Früchte wegen ihres einzigartigen Geschmacks verwendet. Durch die aufwendige Ernte sind Tepinfrüchte sehr teuer und zählen zu den teuersten Gewürzen der Welt. In der Küche wird die Tepin meist getrocknet und als Gewürz über Speisen zerbröselt. Die Pflanzen sind mehrjährig und können bei Frost zwar oberirdisch absterben, treiben aber oft aus der Wurzel wieder aus, wenn diese geschützt bleibt. Vögel verbreiten die Samen häufig, da sie gegen die Schärfe (Capsaicin) immun sind, weshalb sie auch als „Bird Pepper“ bekannt ist.
Mit 50.000 bis 100.000 Scoville-Einheiten (SHU) ist sie extrem scharf. Die Schärfe wird oft als „arrebatado“ (gewaltsam/plötzlich) beschrieben, da sie sehr intensiv einsetzt, aber schnell wieder abklingt. Die Früchte sind klein (etwa 0,5 bis 1 cm), meist perfekt rund und reifen von grün nach rot ab. Der Geschmack wird als rauchig, erdig und leicht fruchtig beschrieben. Zudem enthalten sie Vitamine (insbesondere Vitamin C), Mineralstoffe und ätherische Öle, die ein zitrusartiges, rauchiges Aroma verleihen.



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