Butterpilz / Butterröhrling
- Martin H. Lorenz

- 21. Apr.
- 2 Min. Lesezeit

Der Butterpilz oder Butter-Röhrling ist eine Pilzart aus der Familie der Schmierröhrlingsverwandten. Er wächst oft in Symbiose mit Kiefern. Wenngleich er zu den Speisepilzen gerechnet wird, kann er nach neueren Erkenntnissen nicht mehr uneingeschränkt empfohlen werden. Zumeist wird der Butterpilz als essbar eingestuft. In manchen slawischen Ländern, wie Russland und Polen, gehört der Butterpilz zu den meist gesammelten und meist bekannten Pilzarten. Die Essbarkeit des Pilzes ist inzwischen allerdings umstritten. Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie stufte den Butterpilz als eine Art mit uneinheitlich beurteiltem Speisewert ein. Aktuell ist der Butterpilz allerdings auf der Positivliste der Speisepilze. Bresinsky und Besl führen Berichte aus Nordamerika an, wonach die gelatinöse Huthaut Verdauungsbeschwerden verursacht. Flammer und Horak bestätigen, dass ungehäutete Pilzhüte zu Durchfällen mit einer kurzen Latenzzeit führen. Haberl und Zilker schreiben, die Art ruft bei manchen Patienten eine Pilzvergiftung mit Magen-Darm-Reizung hervor. Sehr selten löst der Butterpilz wie der Kahle Krempling (Paxillus involutus) eine allergische Antigen-Abwehrreaktion aus; ein Fall ist dokumentiert. Daher entfernt man oft vor ihrer Zubereitung die Huthaut, deren Farbstoff einige Tage die Hände dunkelbraun verfärben kann. [Quelle: Wikipedia]
Beim Sammeln des Butterpilzes kann man es relativ locker angehen lassen. Die Röhrlinge besitzen keine giftigen Doppelgänger. Verwechslungsgefahr besteht dennoch. So können versehentlich der Goldröhrling, der Schmerling oder der Graue Lärchenröhrling im Pilzkorb landen.
Der Butterpilz ist mild im Geschmack und hat eine leicht bittere Säurenote. Er schmeckt sehr lecker, wenn man ihn mit etwas Salz und schwarzem Pfeffer in heißem Olivenöl scharf anbrät. Mit dem Butterpilz lassen sich viele leckere Gerichte zubereiten.
TIPP: Anbraten und mit Semmelknödeln servieren. Eine Garzeit von mindestens 15 Minuten sollte bei allen Schmierröhrlingen eingehalten werden, um Unverträglichkeiten zu vermeiden.



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