Krause Glucke
- Martin H. Lorenz

- 24. März
- 2 Min. Lesezeit

Die Krause Glucke, oder im Volksmund auch „Fette Henne“, ist eine parasitische Pilzart aus der Familie der Gluckenverwandten, deren großer ockergelblicher Fruchtkörper essbar ist und mit seinen krausen Verzweigungen an einen Badeschwamm erinnert. Nur für diejenigen, die bereit sind, ein wenig pure Natur in ihren Pilzmahlzeiten zu akzeptieren, ist die Krause Glucke ein guter Speisepilz. Es ist nur schwer möglich, sie so zu reinigen, dass alle eingeschlossenen Fremdkörper zuverlässig beseitigt werden. Den Strunk nicht für Speisezwecke verwenden – dieser kann zu Unverträglichkeitsreaktionen wie Übelkeit und Erbrechen führen!
Sein Geruch ist angenehm aromatisch, süßlich, teils etwas nach Haselnüssen, sein Geschmack mild, im Alter bitterlich.
Die Krause Glucke besticht durch ihr einzigartiges Aussehen und würzig-nussiges Aroma, ideal für vielfältige Gerichte. Er hat eine einzigartige blumenkohlartige Form, ein intensives, würziges Aroma und ist vielseitig einsetzbar in der Küche.
Die Krause Glucke behält beim Garen eine bissfeste, fast knusprige Konsistenz. Die einfachste Methode ist das Braten in Butter. Die Röschen ca. 5–10 Minuten in Butter oder Butterschmalz anbraten, bis sie leicht gebräunt sind. Mit Salz, Pfeffer und Petersilie abschmecken. Auch grandios ist die Zubereitung in einem Backteig: die Stücke durch einen flüssigen Teig aus Mehl, Eiern, Wasser (oder Bier) und Backpulver ziehen und in heißem Fett goldbraun ausbacken – dies gilt als eines der besten Rezepte für diesen Pilz. Auch das Frittieren einzelner Äste für ca. 30–40 Sekunden bei 160–170° ist eine tolle Variante – der Geschmack erinnert dann an gegrillte Hähnchenhaut. Ein Klassiker ist die Zubereitung in einer Rahmsoße – klassisch mit Zwiebeln, Speck und Sahne zu Pasta oder Semmelknödeln servieren.
Die Krause Glucke ist ein kalorienarmer, nährstoffreicher Speisepilz, der zu großen Teilen aus Wasser und wertvollen Ballaststoffen besteht. Sie enthält gesundheitsfördernde Beta-Glucane (etwa 40% der Trockenmasse), Mineralstoffe wie Selen, Eisen, Zink, Kupfer, Magnesium und Calcium sowie die Vitamine A, E, K, B2 und B6.



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