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  • Martin H. Lorenz

Grünkohl



Grünkohl gehört zu den Kreuzblütengewächsen und galt im Mittelalter als eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel. Regional wird Grünkohl auch Braunkohl, Hochkohl, Winterkohl oder Krauskohl genannt. Typische Anbaugebiete sind Mittel- und Westeuropa, Nordamerika sowie Ost- und Westafrika.

Der Grünkohl ist eine der ältesten Kohlsorten überhaupt. Das Besondere an ihm ist, dass er keine Köpfe ausbildet, sondern stark gekrauste, dunkelgrüne Blätter hervorbringt (es gibt auch violette Sorten, die sind aber selten). Grünkohl enthält verschiedene Nährstoffe: Vor allem der Gehalt an Vitamin C ist mit 105 Milligramm pro 100 Gramm bemerkenswert. Zum Vergleich: Eine Zitrone enthält gerade einmal 50 mg Vitamin C, eine Orange 45 mg pro 100 Gramm. Auch Mineralstoffe wie Kalium und Kalzium findet man im Grünkohl. Er gilt deshalb als sehr gesund.

Grünkohl wird oft für die Herstellung von Tiefkühlkost und Konserven verwendet. Etwa zwischen Ende Oktober und Anfang März bekommt man im Handel frischen Grünkohl aus heimischer Produktion. Meist nach den ersten Nachfrösten. Er gilt deshalb als typisches Wintergemüse.

Grünkohl schmeckt würzig-süßlich, was daran liegt, dass er, wie gesagt, erst nach dem ersten Frost geerntet wird und die Kälte einen Teil der im Kohl enthaltenen Stärke in Zucker umwandelt. Am besten passt er als Beilage zu Deftigem wie Kassler, Schweinebraten oder Pinkel-Wurst. „Grünkohl mit Pinkel“ ist ein Klassiker der deutschen Küchenkultur, aber nur in Norddeutschland verbreitet. Seine Blätter eignen sich blanchiert oder kross gebraten als Salat, werden aber meist gedünstet oder in Suppen und Eintöpfen serviert.

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