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Salepknolle – die verbotene Wurzel

  • Autorenbild: Martin H. Lorenz
    Martin H. Lorenz
  • vor 3 Stunden
  • 1 Min. Lesezeit
Salepknolle – die verbotene Wurzel


Salep bezeichnet getrocknete Wurzelknollen verschiedener Erdorchideen. Diese Pflanzen besitzen zur Blütezeit zwei Knollen, eine verwelkte, auf deren Kosten sich der blühende Stängel entwickelt hat, und eine ungeteilte, kugelige oder handförmig geteilte, gelappte, aus welcher sich im folgenden Jahr ein blühender Stängel entwickelt. Die Verwendung und insbesondere der Handel ist in der EU streng verboten. Vor allem in der Türkei, aber auch in Griechenland, Syrien und Palästina, ist Salep als Getränk vor allem im Winter beliebt.


Durch bestimmte Zucker–Moleküle der Orchideen erhält das Getränk eine sämige, zähflüssige Konsistenz. Daher wird es auch in Türkischem Kaffee, Speiseeis und Puddingpulver verwendet. Pro Tasse Salep wird ungefähr eine  Erdorchidee verwendet. Da Erdorchideen nicht angebaut werden können, werden die Knollen illegal in der Natur gesammelt. Dafür wird die ganze Pflanze ausgegraben und somit zerstört. Laut einer Studie der Gazi Universität in Ankara werden alleine in der Türkei jedes Jahr etwa 40 bis 50 Millionen Orchideen ausgegraben, um Salep herzustellen. So werden jährlich ganze Pflanzenbestände dauerhaft zerstört. Auch im Libanon, dem Iran, dem Irak, Griechenland und weiteren Ländern werden illegal Erdorchideen abgesammelt.

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Rezepte . online Kochbuch. Martin H. Lorenz © 2025 Gourmaîtres

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