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  • AutorenbildMartin H. Lorenz

Granatapfel



Der Granatapfel, Übersetzung von lateinisch malum granatum („mit Kernen versehener Apfel“), ist eine Pflanzenart, die der Familie der Weiderichgewächse zugerechnet wird. Ihre Frucht wird in der Küche verwendet. Der Granatapfel wurde im Iran, Afghanistan und Nordindien angebaut. Das Verbreitungsgebiet des Granatapfels liegt in West- bis Mittelasien; seit der Antike wird er unter anderem im Mittelmeerraum angebaut. [Quelle: Wikipedia]

Granatäpfel haben etwa ab September bis Februar Saison. Die bei uns im Handel erhältlichen Früchte kommen meist aus Mittelmeerländern, etwa aus der Türkei, Spanien und Israel. Der Handel bietet sowohl leuchtend rote als auch gelblich-bräunliche Exemplare an. Dabei handelt es sich um unterschiedliche Sorten. Rote Früchte stammen häufig aus Israel, gelbliche meist aus Spanien. Die Früchte reifen nach der Ernte nicht nach, daher sollte man darauf achten, möglichst reife Exemplare zu kaufen. Eine raue Schale und ein bereits trockener Blütenansatz weisen auf Reife hin. Außerdem sollte die Frucht schwer in der Hand liegen, die Außenhaut dick und ledrig sein. Flecken auf der Schale sind kein Problem, die Frucht sollte aber keinesfalls weiche Stellen aufweisen, denn dann ist sie innen bereits faulig.


Reife Granatapfelkerne sind tiefrot, nicht blass. Nur dann entfalten sie ihr typisch süßlich-säuerliches Aroma. Die Früchte lassen sich relativ lange lagern. Sie halten bei Zimmertemperatur gut zwei Wochen, im Kühlschrank sogar einige Monate. Angebrochene Früchte am besten in etwas Klarsichtfolie einwickeln und im Kühlschrank lagern. So bleiben sie mehrere Tage frisch. Um an die Kerne des Granatapfels zu gelangen, gibt es zwei Methoden: Entweder den oberen Teil der Frucht abschneiden und die Schale von oben nach unten vorsichtig so einschneiden, dass Viertel entstehen. Dann die Frucht auseinanderbrechen und die Kerne mit den Fingern oder mit einem Löffel aus den Kammern lösen. Tipp: Es spritzt weniger, wenn die Frucht in einer großen, mit kaltem Wasser gefüllten Schüssel auseinandergebrochen wird. Die Kerne dann in einem Sieb auffangen. Alternativ kann man den Granatapfel zunächst quer halbieren und die einzelnen Hälften jeweils mit der Schnittfläche nach unten in die Hand nehmen. Die Fruchthälften über eine große Schüssel halten und mit einem Kochlöffel kräftig auf die Schale klopfen, bis alle Kerne in die Schüssel gefallen sind. Granatapfelkerne schmecken nicht nur sehr gut in Obstsalat, sondern passen auch hervorragend zu pikanten Gerichten, etwa zu Lamm und Wildgerichten, und sind zugleich sehr dekorativ. Die Kerne kann man einfach pur über die Speisen streuen oder zu einer aromatischen Soße verarbeiten. Dazu die Kerne mit Schalotten und etwas Honig andünsten, mit Wein und Brühe ablöschen, aufkochen und reduzieren. Der süßlich-herbe Geschmack von Granatapfelsaft lässt sich außerdem hervorragend in Salatdressings als Ersatz für Zitronensaft verwenden. Hierzu am besten puren Granatapfelsaft ohne Zusätze kaufen oder den Saft selbst pressen. Dazu die Frucht in geschlossenem Zustand kneten und mehrmals fest auf einer Unterlage hin- und herrollen. Anschließend den Saft einfach durch ein Loch in der Schale auspressen. Wer eine Orangenpresse besitzt, kann diese auch für Granatäpfel benutzen.


Tipp: Beim Auspressen am besten eine Schürze tragen, denn der Saft der Kerne spritzt und verursacht Flecken, die sich kaum mehr entfernen lassen. Im Handel erhältlicher Granatapfelsirup, der beispielsweise in Cocktails verwendet wird, enthält übrigens häufig keinen Granatapfelsaft, sondern lediglich Zucker, Aromastoffe, Farbstoffe und Säuerungsmittel. [Quelle: NDR Ratgeber]

Zu den Inhaltsstoffen des Granatapfels gehören neben den Mineralstoffen Kalium, Calcium, Eisen und Phosphor auch die Vitamine C und B sowie Folsäure. Verglichen mit der Menge in Orangen (etwa 70 Milligramm) bietet der Granatapfel pro 100 Gramm mit etwa 7 Milligramm wenig Vitamin C. Die Inhaltsstoffe des Granatapfels senken den Blutdruck, sind gut für das Gehirn, die Leber und den Darm. Sie stärken die Immunabwehr, indern Entzündungen und können auch Schmerzen mildern. Ein Granatapfel besteht aus vielen kleinen blutroten Kernen, die einen Cocktail wirksamer sekundärer Pflanzenstoffe enthalten.

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