• Martin H. Lorenz

Quitte



Die Quitte (Cydonia oblonga) gehört wie Apfel, Birne, Zwetschge, Kirsche, Brombeere oder Weißdorn zur Familie der Rosengewächse. Ihr Aroma erinnert an Zitronen und Äpfel. Man unterscheidet in Apfelquitten (runde Form, hartes Fruchtfleisch, intensives Aroma) und Birnenquitten (längliche Form, weiches Fruchtfleisch, Aroma ist weniger intensiv)

Ihre Früchte werden 300 bis 500 g schwer; 8 bis 15 cm im Durchmesser; jede Kammer des Kerngehäuses beherbergt 6 bis 8 Kerne. Je nach Sorte erntet man im September oder Oktober. Ihr intensives Aroma bilden Quitten erst, wenn die Tage warm und die Nächte kühl sind. Zu früh geerntet schmecken sie fad, zu spät geerntete Früchte sind nicht lange haltbar, das Fruchtfleisch verbräunt. Vor dem ersten Frost ernten!

Nach der Ernte benötigen Quitten 2 bis 4 Wochen Nachreife an einem kühlen Ort, um ihr volles Aroma zu entwickeln.

Man verarbeitet sie meist zu Saft, Likör, Gelee, Marmelade, Mus, Kompott; den Flaum sollte man vor dem Verarbeiten abreiben.

Sie enthalten Vitamin C, Vitamin B, Carotinoide, Mineralstoffe (wie Kalium), sehr viel Pektin, Biophenole (Gerbstoffe, Flavonoide), ihre Samen enthalten Blausäure, fettes Öl, Schleimstoffe.