Frauenmantel


Der Frauenmantel ist kein klassisches Küchenkraut.
Trotzdem lassen sich die jungen Blätter vielseitig verwenden, ihr feines Aroma erinnert leicht an Gurke mit einer herben Note. Besonders die zarten Blätter sind mild im Geschmack. Sehr lecker in Salaten oder Smoothies.
Größere, aber dennoch junge Blätter gibt man zum Gemüse, zu Suppen, in Füllungen, in Bratlinge oder als Beimischung in den Kräuterquark. Sehr lecker auch als Zutat in Kräuterlimonaden.
Theoretisch essbar sind auch die jungen Blütenstände.
Frauenmantel verdankt seine Heilwirkung einer Kombination aus entzündungshemmenden, antioxidativen und adstringierenden Substanzen. Hauptwirkstoffe sind sekundäre Pflanzenstoffe, Gerbstoffe, Bitterstoffe und ätherische Öle.
Die wichtigsten Inhaltsstoffe im Detail:
Gerbstoffe (Tannine): Mit einem Anteil von 5–8 % (hauptsächlich Ellagitannine wie Agrimoniin) wirken sie zusammenziehend (adstringierend), blutstillend und entzündungshemmend. Sie straffen Schleimhäute und lindern beispielsweise gereizten Darm oder Magen.
Flavonoide: Sekundäre Pflanzenstoffe (z. B. Quercetin) wirken als starke Antioxidantien, die freie Radikale bekämpfen und entzündungshemmend sowie krampflösend auf den Unterleib wirken.
Bitterstoffe: Regen die Verdauung und den Stoffwechsel an.
Salicylsäurederivate: Leicht schmerzstillende Verbindungen, die chemisch mit ASS (Aspirin) verwandt sind.
Saponine: Unterstützen das Immunsystem und wirken schleimlösend.



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