Gartenbohne
- Martin H. Lorenz

- 28. Feb.
- 2 Min. Lesezeit

Die Gartenbohne, auch Grüne Bohne, Schnittbohne oder österreichisch Fisole genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Phaseolus in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler. Sie ist in Deutschland fast immer mit dem Ausdruck „Bohne“ gemeint, der sich aber auch auf viele andere Nutzpflanzenarten beziehen kann. Je nach Wuchsform wird die Art auch als Buschbohne oder Stangenbohne bezeichnet. Nur damit beschäftigt sich dieser Post.
Gartenbohnen gehören botanisch zu den Körnerleguminosen und nach landwirtschaftlichem Nutzen zu den Eiweißpflanzen. In den Tropen (vor allem in Mittel- und Südamerika) spielen Gartenbohnen aufgrund ihres hohen Proteingehaltes eine elementare Rolle für die Grundversorgung der Bevölkerung, da Maniok und Kochbananen nur einen geringen Eiweißgehalt aufweisen. Getrocknete Körnerleguminosen haben mit 23 % Roheiweißgehalt den zweithöchsten Proteinwert von Nahrungspflanzen nach den Sojabohnen. Gartenbohnen enthalten für den Menschen giftige Lektine, die durch Kochen zerstört werden. Bohnen und Hülsen sind daher roh nur eingeschränkt genießbar.
Bei Gartenbohnen wird zwischen niedrig wachsenden Buschbohnen und den kletternden Stangenbohnen unterschieden.
Buschbohnen sind niedrig wachsende, einjährige Pflanzen, die im Gegensatz zu Stangenbohnen keine Rankhilfe benötigen und sich leicht ernten lassen, ideal für Hobbygärtner. Sie stammen aus Mittelamerika, lieben Wärme und Sonne und sollten erst nach den letzten Frösten (ab Mitte Mai) direkt ins Freiland gesät werden, wobei auch eine Vorzucht möglich ist. Wichtig sind lockere, humusreiche Böden und eine gleichmäßige Wasserversorgung, insbesondere während der Blüte, um gute Erträge zu erzielen; gekocht sind sie vitaminreich, roh jedoch giftig (Blausäure).
Stangenbohnen sind Kletterpflanzen, die im Gegensatz zu Buschbohnen Stützen wie Stangen, Zäune oder Rankgitter benötigen. Sie sind relativ anspruchslos in der Pflege, solange sie einen sonnigen, windgeschützten Standort und einen gleichmäßig feuchten Boden ohne Staunässe erhalten.
Beide Arten sind in der Küche sehr vielseitig einsetzbar, eignen sich als Beilage, für Suppen, Eintöpfe oder als Salat. Sie dürfen nicht roh verzehrt werden, da sie das giftige Protein Phasin enthalten. Dieses wird durch Kochen abgebaut; eine Garzeit von mindestens 10-15 Minuten wird empfohlen. Sie sind reich an Proteinen, Vitamin C, Vitamin K und Folsäure (Folat). 100 Gramm Stangenbohnen enthalten nur etwa 31 bis 42 kcal.



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