Tomatillo
- Martin H. Lorenz

- vor 18 Stunden
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Die Tomatillo, zuweilen auch „der Tomatillo“, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Blasenkirschen (Physalis) innerhalb der Familie der Nachtschattengewächse. Sie ist vor allem in Mittelamerika wegen ihrer als Gemüse genutzten Früchte bekannt. Markant ist vor allem die laternenförmige Fruchthülle. Die Tomatillo ist unter anderem verwandt mit der Kapstachelbeere, der Ananaskirsche und der Lampionblume. Die Frucht der Tomatillo ist eine kleine, kugelförmige, leicht abgeplattete, grüne oder grün-violette Beere, die von einer papierartigen Hülle, dem Blütenkelch, umschlossen ist. Diese Hülle bildet sich nach der Befruchtung durch Vergrößerung der verwachsenen, aber an der Spitze nicht vollständig geschlossenen Kelchblätter. Die eigentliche Frucht bildet sich im Inneren dieser Hülle aus. Der Durchmesser der Frucht kann bis zu 10 cm betragen und erinnert an eine grüne Tomate. Von der Bestäubung der Blüte bis zum Erreichen der endgültigen Größe benötigt eine Tomatillofrucht etwa 50 bis 70 Tage. Wenn die Frucht reift, füllt sie – im Gegensatz zu vielen anderen Vertretern der Gattung Physalis – die Hülle aus und bricht diese Hülle in vielen Fällen schließlich auf. Die Hülle wird dann braun und die Fruchtfarbe wird mit zunehmender Reife gelblicher. Im Inneren der Frucht befindet sich eine hohe Zahl an kleinen, runden, flachen Samen von etwa einem bis zwei Millimeter Durchmesser, die von einem Fruchtfleisch umschlossen sind, dessen Konsistenz beim Kauen an Äpfel und dessen süß-saurer Geschmack am ehesten an Stachelbeeren erinnert. [Quelle: Wikipedia]
Tomatillos werden hauptsächlich für würzige, süß-säuerliche mexikanische Saucen wie Salsa Verde verwendet, indem sie gekocht oder geröstet und mit Chilis, Zwiebeln und Knoblauch püriert werden, oft zu Tacos und Enchiladas. Sie eignen sich auch roh für Salate, in herzhaften oder süß-sauren Chutneys, als Basis für Suppen, Eintöpfe, Marinaden oder sogar für Marmeladen und Kompott, je nach Reifegrad. Unreife grüne Früchte sind sauer, reife gelbe Sorten süßer und besser für den Frischverzehr.
Zubereitungsmöglichkeiten:
Salsa Verde: Die klassische Anwendung. Gekocht oder geröstet mit Knoblauch, Zwiebeln, Chilis und Koriander, dann püriert und zu Tortilla-Chips, Fleisch oder Enchiladas serviert.
Gekocht: Kurz in Salzwasser weich kochen (ca. 5-7 Min.) für Saucen, Suppen (z.B. Chile Verde) oder Eintöpfe.
Geröstet: In der Pfanne oder auf dem Grill anrösten für ein rauchiges Aroma, oft mit Zwiebeln und Knoblauch, für Saucen oder als Beilage zu Fleisch.
Roh: Nach dem Entfernen der papierartigen Hülle würfeln und in Salaten verwenden (oft mit Feta, Zitrone, Olivenöl) oder in Chutneys einarbeiten.
Süße Gerichte: Reife, süßere Sorten eignen sich für Marmeladen, Gelees, Kompott oder als Zutat in Kuchen.
Tomatillos sind kalorienarme, nährstoffreiche Früchte (Nachtschattengewächs) mit einem würzig-säuerlichen Geschmack. Sie enthalten signifikante Mengen an Vitamin C (ca. 12 mg/100 g), Vitamin B1, Kalzium (18 mg/100 g) und Eisen (2,3 mg/100 g). Zudem sind sie reich an Antioxidantien, insbesondere dem Withanolid Ixocarpalacton A.



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