Waldstaudenroggen


Waldstaudenroggen (auch bekannt als Urroggen oder Johannisroggen) ist eine alte, zweijährige Getreidesorte, die als Urform des modernen Kulturroggens gilt. Er zeichnet sich durch seine extreme Robustheit, Frosthärte bis -25 °C und seine beachtliche Wuchshöhe von bis zu zwei Metern aus.
Wichtigste Eigenschaften und Merkmale:
Er enthält rund 50 % mehr Ballaststoffe als herkömmlicher Roggen. Er gilt als richtige Nährstoffbombe.
Die Körner sind deutlich kleiner als bei normalem Roggen und farblich schattiert.
Er schmeckt kräftig-aromatisch, erdiger und besitzt eine feine, milde Süße.
Verwendung und Anbau:
In der Backstube wird er hauptsächlich verarbeitet zu Schrot oder Vollkornmehl. Aufgrund der Enzymstruktur benötigt der Teig zwingend eine Säuerung (z. B. durch Sauerteig), um backfähig zu werden.
In der Landwirtschaft beliebt als Gründüngung und Bodenverbesserer. Als Tiefwurzler lockert er karge Böden auf und unterdrückt effektiv Unkraut. Im ersten Jahr dient er oft als Grünfutter oder Wildäsung für Tiere, im zweiten Jahr erfolgt die Körnerernte.
Er übertrifft modernen Kulturroggen in seiner Nährstoffdichte deutlich. Da seine Körner wesentlich kleiner sind, besitzt er einen höheren Schalen- und Keimlingsanteil pro Gramm, worin sich die wertvollsten Mikronährstoffe konzentrieren. Relevante Mikronährstoffe & Inhaltsstoffe sind ein hoher Gehalt an essenziellen Mineralstoffen und Spurenelementen wie Eisen, Magnesium, Kalium und Zink. Außerdem Vitamine der B-Gruppe (signifikante Mengen an Vitamin B1, B2 und B3), sowie ein hochwertiges pflanzliches Eiweißprofil, herausragend ist dabei das Vorkommen der essenziellen Aminosäure Lysin.
Foto: KI-generiert mit der Aufgabenstellung „Erstelle ein lizenzfreies Bild von der Getreidesorte Waldstaudenroggen“



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