• Martin H. Lorenz

Feige



Feigenbäume sind die ältesten durch den Menschen nutzbar gemachten Bäume.

Sie werden mehrfach in der Bibel erwähnt und waren auch im alten Griechenland bekannt. Sie sind eines der ausdruckskräftigsten Symbole für den Mittelmeerraum und anspruchslos – viel Sonne genügt ihnen. Heute ist die Türkei der weltweit wichtigste Produzent dieser Frucht mit dem cremigen Fleisch.

Da Feigen sehr energiereich, reich an Ballaststoffen und an Vitamin B sind, sind sie der ideale Energiespender auf langen Wanderungen und bei anderen körperlichen Anstrengungen. Man isst sie frisch oder getrocknet. In beiderlei Formen passen sie hervorragend zu vielen Gerichten, sowohl zu süßen wie auch zu salzigen. Feigen sind grundsätzlich reich an Zucker.

Wie Aprikosen sollten auch Feigen am besten direkt vom Baum gepflückt werden, noch warm von der mediterranen Sonne, vollständig reif und übervoll mit weichem, saftigem Fleisch. Wenn man sie kauft, sollten sie dunkellila sein, sich weich anfühlen, und die Haut sollte von einem weichen Flaum überzogen sein. Bei frischen Feigen darf die Schale durchaus mitgegessen werden. Wichtig ist jedoch, sie vorher gut abzuwaschen. Am besten spült man die Feigen unter fließendem Wasser ab und tupft die Schale danach mit Küchenpapier trocken. Dann werden die Stielansätze abgeschnitten und man kann die Feigen verzehren. Wer das nicht mag, kann sie auch vorsichtig schälen. Dazu schneidet man die beiden Enden der Feige mit einem kleinen Schälmesser ab. Dann halbiert man die Frucht, nimmt das Messer, führt es an den Ansatz der Schale und zieht die Haut vorsichtig ab.

Man kann sie roh essen, braten oder backen. Aus Feigen kann man zum Beispiel ein leckeres Chutney machen oder als Beilage reichen.