• Martin H. Lorenz

Trollinger-Ei, schwäbischer Kartoffelsalat und Lauchzwiebeln

Vegetarisch, Vorspeise



Das Beste aus Schwaben vereint in einem Rezept: Trollinger und Kartoffelsalat. Für viele Einheimische ist es fast eine Glaubensfrage, ob in den Kartoffelsalat Senf gehört oder nicht – mein Rezept ist überliefert und deshalb gehört auch es genau so puristisch in meinen Blog. Aber es steht ja jedem Koch frei, noch einen Löffel Senf unterzuziehen. Das Besondere an unserem traditionellen Rezept ist, dass nur wenig Zutaten verwendet werden – und Brühe statt irgendwelcher fettiger Mayo wie in Norddeutschland. Diese ungewöhnliche Kombi ist eine tolle Vorspeise, die ich jedem ans Herz legen möchte. Einfach mal ausprobieren!


 


Zutaten:


Kartoffelsalat


1 kg festkochende Kartoffeln


1 feingehackte Zwiebel


2 EL Weinessig 5%


250 ml warme Fleischbrühe


Salz, weißer Pfeffer


6 EL Sonnenblumenöl


 


Trollinger-Ei


4 Eier


400 ml Trollinger


 


Anrichten und Ausgarnieren


1 Lauchzwiebel


Salz, weißer Pfeffer


 


 


Zubereitung:


Kartoffeln in Salzwasser weich garen, anschließend pellen und dann lauwarm in dünne Scheiben schneiden oder hobeln. Die Zwiebel hinzufügen. Essig und Brühe zu einer Marinade vermischen / verquirlen. Mit den Gewürzen abschmecken. Die Fleischbrühe erwärmen und über die Kartoffeln geben. Der Salat soll "schwimmen" - 2 bis 3 Stunden abgedeckt ruhen lassen, die Kartoffeln werden die Marinade fast komplett "aufgesaugt" haben. Erst vor dem Servieren das Öl unterheben, weil die Kartoffeln dann die Marinade viel besser aufnehmen können.



Die Eier werden zunächst 7 Minuten gekocht, dann mit eiskaltem Wasser abgeschreckt. Danach wird die Schale „aufgeklopft“, aber nicht entfernt. Der Wein wird aufgekocht, dann vom Herd genommen und die Eier für 3 Stunden eingelegt. Danach pellen und kalt servieren.



Die Lauchzwiebel in feine Röllchen schneiden.



Kartoffelsalat in die Tellermitte setzen, das Ei obenauf platzieren und die Zwiebelröllchen rundherum streuen. Das Ei mit Salz und Pfeffer würzen.



TIPP: Wer den Kartoffelsalat auch am nächsten Tag noch genießen möchte, sollte die Zwiebeln zuvor in etwas Butter oder Pflanzenöl glasig andünsten. Rohe Zwiebeln bauen schnell ab.



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